Effizientes Onboarding von Produktdaten
Ein Produktinformationsmanagement-System steht und fällt mit der Qualität der Daten, die es verwaltet. Bei der Einführung eines PIM-Systems liegt der Fokus oft auf den Ausgabekanälen, doch die Import-Seite ist mindestens ebenso wichtig. Bei einer kontinuierlichen Übernahme von Produktdaten verschiedener Zulieferer muss sichergestellt sein, dass alle Informationen präzise, aktuell und einheitlich sind. Doch dieser Prozess ist komplex und stellt Distributoren und Hersteller gleichermaßen vor Herausforderungen. Wie lassen sich Produktdaten möglichst effizient ins PIM-System übertragen? Welche Probleme treten häufig auf und wie können sie gelöst werden?
Was bedeutet Onboarding in PIM-Systemen?
Onboarding bezeichnet den Prozess des Importierens, Validierens und Strukturierens von Produktdaten aus unterschiedlichen Quellen in ein PIM-System. Ziel ist es, eine konsistente und qualitativ hochwertige Datenbasis zu schaffen, die dann für verschiedene Vertriebskanäle genutzt werden kann. Ein gut durchgeführtes Onboarding reduziert Fehlerquellen, verbessert die Effizienz und erleichtert die Verwaltung großer Datenmengen.
ETL: Der Dreiklang der Datenverarbeitung
Ein zentraler Bestandteil des Onboardings ist ETL (Extract, Transform, Load). Dieser dreistufige Prozess sorgt für eine reibungslose Datenintegration:
- Extrahieren
Daten werden aus verschiedenen Quellen gesammelt, beispielsweise aus XML- und Excel-Dateien oder per REST Webservices im JSON-Format. - Transformieren
Die Daten werden bereinigt und in ein einheitliches Format gebracht. Dazu gehören auch Umrechnungen in passende Mengen- und Maßeinheiten. - Laden
Die aufbereiteten Daten werden in das PIM-System importiert. Hier helfen Prüfregeln, fehlerhafte oder unsinnige Daten zu vermeiden.
Moderne PIM-Systeme wie crossbase verfügen über integrierte ETL-Funktionen, die den Aufwand für die Datenintegration erheblich reduzieren.
Herausforderungen beim Onboarding von Produktdaten
Beim Importieren von Produktdaten treten häufig Probleme auf, insbesondere wenn Lieferanten unterschiedliche Strukturen und Formate verwenden.
Zu den größten Herausforderungen zählen:
- Uneinheitliche Datenformate
Unterschiedliche Bezeichnungen und Strukturen für Attribute wie Größe, Gewicht oder Farbe erschweren die Integration. - Fehlende Standards
Ohne klare Regeln für den Datenaustausch, beispielsweise Pflichtangaben, kommt es zu Inkonsistenzen. - Variantenvielfalt
Viele Produkte existieren in zahlreichen Varianten, die nur in Details abweichen. Diese Varianten zu verwalten, ist oft aufwendig. Ein PIM kann hier mit einer hierarchischen Struktur und einer Vererbungslogik unterstützen.
Lösung: Mapping und Standardisierung
Um diese Herausforderungen zu meistern, sind zwei zentrale Ansätze hilfreich:
- Daten-Mapping
Hierbei werden Datenfelder aus unterschiedlichen Quellen in eine Standardstruktur überführt. So wird sichergestellt, dass alle Produktinformationen korrekt zugeordnet und konsistent gespeichert werden. - Klassifikationssysteme wie ETIM oder ECLASS
Diese Systeme helfen, Produktdaten in standardisierte Kategorien einzuordnen, wodurch der Austausch zwischen verschiedenen Systemen und Partnern erleichtert wird.
Fazit
Ein effizientes Onboarding von Produktdaten ist essenziell für den Erfolg eines PIM-Systems. Durch ETL-Prozesse, Daten-Mapping und die Nutzung von Klassifikationsstandards lassen sich typische Herausforderungen bewältigen. Unternehmen, die diese Methoden anwenden, profitieren von präzisen, aktuellen und konsistenten Produktdaten – eine wichtige Grundlage für erfolgreichen E-Commerce und digitale Prozesse.
Jean-René Thies ist Berater und Projektleiter bei crossbase Deutschland und Geschäftsführer unserer französischen Niederlassung. Dadurch kennt er sich bestens aus: sowohl bei Fragen rund um die Auswahl und Implementierung eines PIM-Systems als auch bei Fragen, die sich im anschließenden Betrieb ergeben.
Gerne beantwortet er Ihre Fragen: j.thies@crossbase.de
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Herby Tessadri
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